Kameradschaft


Marburger Jäger/
2. Panzergrenadierdivision e.V.

 

Betreff: Einweihung „Gedenkinstallation“ Schülerpark 01. Sept. 2021

Gem. aktueller Internetseite der Stadt ist „das Jägerdenkmal im Marburger Schülerpark ein Kriegerdenkmal von 1923, nein ein Gefallenendenkmal !! Und weiter:  Das Jägerdenkmal ist eine gewaltige Säule in einem Marburger Park. Und was sind die verrosteten Eisenstäbe, u.E. monströs !!.

Künstler Hünnerkopf möchte mit seiner Arbeit zum Diskurs beitragen, um einerseits die Erinnerung wachzuhalten und andererseits die Unfähigkeit zur Einsicht zu überwinden. Gerade die Demokratie lebt vom Diskurs, von Meinungsvielfalt und der Beteiligung daran. Diskurs + Meinungsvielfalt kann nur entstehen, wenn alle Akteure am Diskurs beteiligt werden, auch die KMJ.

die Nachricht drang bis Namibia. Stammesoberhäupter der Herero und Nama schickten Protestbriefe nach Marburg, die deren Vertreterin Dr. Olga Kamoruao an den damaligen Oberbürgermeister Egon Vaupel übergab.“

Wer’s glaubt werde selig, das ist so rührend, dass einem die Tränen kommen könnten !!

Die Marburger Jäger waren in keinster Weise in die Planungen involviert bzw. in irgendeiner Weise kontaktiert worden. Ein entsprechendes Schreiben von unserem Vorsitzenden an OB Spies blieb seinerzeit unbeantwortet und ein Hinweis an Dr. Lauffner wurde mit einem lapidaren „da müssen sich die Jäger selbst drum kümmern“ abgetan. Dies trifft im Übrigen auch für die Marburger Presse zu, die auch den Kontakt zu uns gemieden bzw. unsere Sichtweise der Dinge im Vorfeld nicht eruiert hat bnzw. Wohl nicht sehen wollte.

Auch bei den Planungen zur 800-Jahrfeier Marburgs im Jahre 2022 bleibt die lange Garnisonsgeschichte Marburgs unberücksichtigt, auch hier hätte man die Expertise der KMJ abfragen können, aber es hapert am Wollen.

Die Aufarbeitung der Geschichte der Marburger Jäger durch die Geschichtswerkstatt muss kritisch beurteilt werden. 23 Angehörige der Marburger Jäger waren als Freiwillige in Afrika, nicht als Marburger Jäger. Das gleiche gilt für Quingdao (Niederschlagung des Boxeraufstands). Wann, wo und wie diese eingesetzt wurden ist nicht bekannt, auch nicht der Marburger Geschichtswerkstatt. Inwieweit Marburger Jäger an Massenerschießungen in Dinant beteiligt waren, ist nicht geschichtlich belegt, auch nicht durch die Geschichtswerkstatt. Die Marburger Jäger in Königshütte wurden von bewaffneten Zivilisten angegriffen, die sich auch durch Warnschüsse nicht abhielten ließen. Für die Soldaten bestand also eine Notwehrsituation. Auch dies konnte die Geschichtswerkstatt nicht widerlegen.

Also gilt eigentlich „In dubio pro reo“ auch heute noch vor Gericht, nur nicht für die Marburger Jäger, da reichen Mutmaßungen, Spekulation und subjektive Interpretation, was schon an Geschichtsbeugung grenzt. Es wird eine rechtlich fragwürdige Sippenhaftung konstruiert, es gilt noch immer die Unschuldsvermutung, auch wenn es in das linke Weltbild nicht passt.

MJ sind auch Opfer, wo sind da die Erinnerungsschildchen, viele Familien in MR waren betroffen.

 

Die Bezeichnung „Südwestafrika“ ist im Übrigen fehlerhaft, da dieser Name sich auf die Zeit der Fremdverwaltung Namibias durch Südafrika (1915-1920) bezieht. Richtigerweise müsste es „Deutsch-Südwestafrika“ heißen. Die Erinnerungstafeln sind lächerlich klein und nur mit der Lupe zu erkennen. Aber das soll uns recht sein. Zudem sind auch die Belange von Rollstuhlfahrern offenbar nicht berücksichtigt worden, man sehe sich nur den Abstand zwischen den Stehlen an.

 

Der Titel „Verblendung“ passt höchstens zu den Personen in Marburg, die das monströse gegendenkmal genehmigt und zu verantworten haben.

Die Gedenkinstallation „Verblendung“ ist für die MJ und die Mehrzahl der Marburger Bürger eher ein Denkmal der Schande oder Schandmal. Verrostete Eisenstäbe sind keine Kunst. Die französische Teilnehmerin des Wettbewerbs hat auf meine Frage, ob sowas in F möglich wäre geantwortet: „Niemals“ !! Im Gegenteil, in Wörth steht sogar ein Denkmal für die gefallenen MJ, gehegt, gepflegt + nicht durch linke Chaoten besudelt. Den alten Kameraden der MJ sagten die franz. Freunde „Ihr Deutsche habt einen Begriff, ein Wort aus Eurer Sprache getilgt“. Auf die Frage der MJ, welcher Begriff dies denn sei, antworteten die Franzosen „Ihr sprecht nicht mehr von Pietät, Ihr habt die Achtung vor den Toten verloren“!!!

 

Zur Beerdigung Gen. Lettow-Vorbecks, (Kdr. der dt. Schutztruppe in Dt-Südwestafrika) bekam er eine Ehrenwache durch BW-Offiziere + VM Kai-Uwe v. Hassel hielt die Trauerrede 1964. Zudem ließs die BW zwei ehemalige Askaris einfliegen, die ihrem ehem. Kdr. Die letzte Ehre erwiesen. So ändert sich der Zeitgeist.

Wir hoffen, dass der Zeitgeist in nicht allzu ferner Zukunft dazu führt, dass dieses unwürdige rostige Kunstwerk wieder entfernt wird und dahin befördert wird, wo es hingehört, auf den Schrottplatz (der Geschichte)

 

 

Wer sind die Marburger Jäger ?

 

 

 

 

 

 

Von 1866 bis 1920 war Marburg Garnison des Jägerbataillon Nr. 11. Bevor die Jäger ihre Kaserne im heutigen Südviertel bezogen konnten, wurden sie im Schloss und in Privatquartieren untergebracht. Durch den engen Kontakt mit den Bürgern von Marburg waren die Jäger sehr beliebt und geachtet.

Das Jägerbataillon Nr. 11 wurde für Marburg das Hausbataillon, die Soldaten wurden Marburger Jäger genannt. Nach dem Vorbild der alten hessischen Jägern wurde das Preußische Jägerbataillon Nr. 11 geprägt. Vorzugsweise wurden Jäger, Forstbedienstete und Gärtner zu Soldaten ausgebildet. Daraus entstand eine Spezialtruppe, welche im Sinne

"Führen durch Auftrag"

ihren Beitrag geleistet hat.

 

Dieser Internetauftritt soll dazu beitragen, dass die Geschichte der Marburger Jäger nicht vergessen wird.